Noch ein Musikportal geht an den Start

Fast wöchentlich gibt es Meldungen von neuen Anbietern, die in irgendeiner Form mit dem Verkauf von Musik-Downloads oder Werbefinanzierten Streaming-Diensten Geld verdienen wollen. Mit free all music gibt es jetzt den nächsten Download-Anbieter, der in den Vereinigten Staaten bald an den Start gehen soll. Die Besonderheit: Die Downloads sollen für den Nutzer kostenfrei sein.

Musikfreunde, die nicht auf illegale p2p-Netzwerke zugreifen wollten, mussten bisher für Downloads Geld bezahlen. Das könnte sich zumindest in den Vereinigten Staaten bald ändern. Free All Music soll dort bald ans Netz gehen und dem Nutzer kostenfreie Downloads anbieten. Die Seite soll werbefinanziert sein. Der User muss sich entweder Werbung ansehen oder gar anhören. Erst dann gibt es den Track. Soweit so gut.

Die Angebot ist wenig attraktiv

Der Haken an der Sache: Die Anzahl der Tracks soll für Neukunden auf zehn Tracks begrenzt sein, danach auf fünf Songs pro Woche. Wirklich attraktiv ist also nicht. Wer zum Beispiel ein ganzes Album will, muss also zwischen zwei bis drei Wochen darauf warten, bis er es komplett herunterladen laden. Außerdem ist der Katalog nur sehr klein und wird sich vor allem auf Neuerscheinungen beschränken. Da werden viele lieber zu illegalen p2p-Netzwerken oder eben doch iTunes oder Musicload greifen. Der befürchtete Sargnagel für die Musikindustrie dürfte freeallmusic.com also nicht werden.

Majorlabels wegen Preisabsprachen vor Gericht

Vielleicht kein Sargnagel für die Musikindustrie ist die Nachricht, das ein New Yorker Berufungsrichter den Prozess wegen verbotener Preisabsprachen bei Musik-Downloads gegen die vier Majorlabels Warner Music, EMI, Universal und SonyBMG wieder aufgenommen hat. Das Verfahren wird 28 Anklagen, die zwischen Dezember 2005 und Juli 2006 gegen die Majorlabels angestrengt worden sind. Den Plattenfirmen wird vorgeworfen, die eine Absprache getroffen zu haben, den Preis von 70cent pro Song nicht zu unterschreiten, obwohl die Kosten für die Labels viel geringer seien. Als beweis führte das Gericht den Anbieter eMusic an, der vor allem Lieder von Indielabels vertreibt. Dort kostet ein Song nur 25cent.

Vevo wird Marktführer

Eine gute Nachricht für die Majorlabels gibt es dann aber doch noch. Das gemeinsam von Google, Universal Music und Sony Music initiierte und im Dezember gelaunchte Musikportal Vevo hat sich an die Spitze der US-Musikdienste gesetzt. Laut Berechnungen von Comscore hatte Vevo im Dezember des Vorjahrs mehr als 35 Millionen Besucher, berichtet Techcrunch. MySpace hatte dagegen nur rund 33 Millionen Besucher, gefolgt von AOL Music mit 29 Millionen.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Noch ein Musikportal geht an den Start

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